ALPAKA – Vlies der Götter


Woher kommen überhaupt Alpakafasern?

Alpaka ist eine edle Naturfaser, die aus dem Haarkleid des Alpaka, einem Kleinkamel, gewonnen wird. Die meisten dieser domestizierten Herdentiere leben in Peru auf den Hochebenen der Anden in Höhen zwischen 4000 und 5000 Metern. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Alpakafasern haben einen verschwindend geringen Anteil an der Weltfaserproduktion. Nicht zuletzt das macht sie besonders kostbar. Nach neuesten Forschungen stammt das Alpaka vom scheuen, ebenfalls in den Anden wildlebenden Vikunja ab.

Alpaka Kleinkamel

Welche historische Bedeutung hat Alpakawolle?

Bereits 3000 v. Chr. wurden Alpakas in Südamerika ihrer feinen Wolle wegen gehalten. Während der Herrschaft der Inkas sah man einen Mantel aus Alpaka als Zeichen außerordentlichen Wohlstandes an. Die Inka waren es auch die großen Herden von Alpakas anlegten. Die Eroberung Perus durch die Spanier im 16. Jahrhundert änderte diese Tradition schlagartig. Die Spanier brachten ihre eigenen Schafe mit und hatten kein Interesse daran, die einheimischen Nutztiere zu erforschen. So wurde das Alpaka zum Tier der armen, indianischen Bevölkerung und starb zwischenzeitlich fast aus. Erst mit der Unabhängigkeit der südamerikanischen Staaten im 19. Jahrhundert erkannte man erneut den Wert der edlen Faser. Die Zucht wurde wiederaufgenommen und die Wolle in die ganzen Welt exportiert. Heute leben Alpakas, vorwiegend im südlichen Peru, dem westlichen Bolivien und Chile. Auch in Deutschland werden zunehmend Alpakas gehalten.

Wie wird Alpakawolle gewonnen?

Die natürliche Farbpalette der Alpakas umfasst 22 Töne und reicht von Weiß über Braun- und Grautöne bis Tiefschwarz. Die Tiere werden einmal jährlich geschoren und dabei liefert jedes Tier zwischen 2-4 kg reinen Faserertrag. Die Fasern werden nach Farbschattierungen sortiert und dann fast wie Schafwolle verarbeitet. Zunächst also von Rückständen gereinigt, dann kardiert und versponnen. Babyalpaka stammt von den bis zu 3 Jahre alten Tieren und ist besonders fein und weich.

Über die Eigenschaften der edlen Andenfaser

Alpakafasern haben eine Stapellänge von bis zu 50 cm, was zu hoher Reißfestigkeit des Materials führt. Edler Glanz und unglaubliche Weichheit zeichnen Alpaka aus. Im Vergleich zur Schafwolle sind die Fasern weniger gekräuselt und ihre Oberfläche weist eine weniger stark geschuppte Struktur auf, wodurch die Wolle nicht so leicht filzt. Alpakafasern haben eine temperaturausgleichende Wirkung, die auf kleinen Lufteinschlüssen der Faser beruht. Feuchtigkeit nimmt sie ebenfalls sehr gut auf und gibt sie auch schnell wieder ab. Die Alpakafaser ist darüber hinaus sehr robust, langlebig und schmutzabweisend.

Die besten Tipps zur Pflege von Alpaka!

Auch Kleidungsstücke aus Alpaka können oft schon durch gründliches Lüften gepflegt werden. Bei stärkerer Verschmutzung reinigen Sie ihre edlen Produkte mit der Hand. Hierfür ein ausreichend großes Gefäß mit handwarmem Wasser füllen, Wollwaschmittel dazugeben und Waschgut leicht hin und her bewegen. Vorsichtig ausdrücken und in klarem, ebenfalls handwarmen Wasser spülen. Überschüssiges Wasser ausdrücken und das feuchte Teil auf ein trockenes Handtuch legen, anschließend zusammen als Rolle wickeln. Vorsichtig drücken. Zum Schluss in Form ziehen und im Liegen trocknen.

Alpakafasern sind ein luxuriöses Naturprodukt!

Wer mehr über Alpakas erfahren möchte, kann sich diese tolle Dokumentation anschauen: